Liebes Publikum,
das thf 26 zeigt zeitgenössischen Tanz in allen erdenklichen Farben und Formen - ein Fest des Lebens!
Das Foyer der ARGEkultur verwandelt sich in einen Ausstellungs- und Performanceraum: Großformatige, farbkräftige Holzdrucke schmücken die Wände, einer davon entsteht live bei der Festivaleröffnung. Vor den Hauptacts wird ukrainisch, brasilianisch und bairisch gesungen, Lachyoga entspannt das Gehirn. Das ARGEstudio wird zum Kino, Tanzfilme aus aller Welt entführen uns in diese aktuell boomende Kunstform. Die nächste Generation Tanzschaffender erzählt mit Kurzstücken verschiedenster Ästhetik von ihrer Welt, die ganz unterschiedlich wahrgenommen, empfunden und verarbeitet wird. Die Arrivierten reflektieren ihre Lebensthemen, und zwei Performances wenden sich ausdrücklich auch an Kinder.
Mitten hinein grätscht der Klimatag: Eine Gruppe kollektiv Schlafender, die aus Atem und Stimme einen Klangkörper schaffen, bildet den Kontrapunkt zum Vortrag von Österreichs bekanntester Klimawissenschaftlerin.
thf 26 - das Leben ein Tanz: Reflexion, Musik, Performance, bewegtes Bild gehören dazu, und natürlich Gespräche und Begegnungen, für die ausreichend Raum ist. Lassen wir uns darauf ein, die verschiedensten künstlerischen Sprachen kennen und verstehen zu lernen. Seien wir neugierig auf Unbekanntes. Erkennen wir unsere Offenheit und unsere Bereitschaft, neu zu sehen und miteinander in Dialog zu treten, als wichtige Voraussetzung dafür, diese Welt zu verändern. Sie braucht es.
Editta Braun
WAS SIND DAS FÜR ZEITEN …
Dieser Herbst folgt auf einen Sommer, der
wahrscheinlich heißer war als alle anderen seit Beginn der Aufzeichnungen – und
möglicherweise kühler als alle, die wir noch erleben werden.
Die Welt, in der
wir dieses Festival feiern, brennt an allen Ecken und Enden.
Krieg,
Totalitarismus und toxisches Patriarchat sind wieder an der Tagesordnung.
Macht Kunst in einem solchen Moment unheilvoller globaler Tendenzen
überhaupt noch Sinn? Sollten wir nicht besser all unsere Kräfte in die Revolte
werfen? Oder ist ohnehin schon alles zu spätt?
Diese Fragen haben wir uns mit
der editta braun company bereits von fünfzehn Jahren gestellt, die Antwort war
das Stück „schluss mit kunst“.
Die Suche nach einer künstlerischen Sprache,
die dem Wahnsinn etwas entgegensetzt, geht weiter.
Und wir sind viele.
Editta Braun & Gerda Poschmann-Reichen