EDITTA BRAUN



AKADEMISCH

Mag. phil. Studium von Germanistik und Sportwissenschaften an der Universität Salzburg von 1976-1982. Diplomarbeiten: „Sport an Alternativschulen“ und  „Kunst ist lamentieren – Maria Erlenbergers Werk aus feministischer Sicht“.

Seit 1987 Lehrbeauftragte am Institut für Sportwissenschaften, jetzt Interfakultärer Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaften (gymnastisch-tänzerische Bewegungsformen, akrobatisch-turnerische Bewegungsformen)

Seit 1997 Lehrtätigkeit am Bruckerkonservatorium Linz, jetzt Anton Bruckner Privatuniversität (Zentrales Künstlerisches Fach Zeitgenössischer Tanz, Physical Theater, Improvisation, Berufspraxis).

WEITERE PÄDAGOGISCHE TÄTIGKEITEN

Dozentin bei den Internationalen Tanzwochen Wien von 1992 – 1997

Auftragschoreographien für die Ballettschule der Wiener Staatsoper von 1994 – 1997. Workshops im In- und Ausland.



PREISE

1986 Zweiter Preis und Preis für die Innovativste Choreographie beim Concours Chorégraphique International de Bagnolet/Paris für «Lufus» des Kollektivs Vorgänge

1995 Bronzemedaille beim New York Film Festival for „Collision“, Regie Othmar Schmiderer

2001 Preis für die beste Regie beim Cairo International Festival for Experimental Theatre für “Nebensonnen”.

2014 Heidelberger Theaterpreis

2014 Internationaler Preis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg

2017 Großer Kunstpreis des Landes Salzburg

PORTRAIT von Editta Braun, Internationaler Preis für Kunst und Kultur der Stadt Salzburg

KÜNSTLERISCH

Geboren 1958 im oberösterreichischen Salzkammergut erhält Editta Braun früh Unterricht in klassischem Ballett und Klavierspiel. An der Universität Salzburg studiert sie Sportwissenschaften und Germanistik, ihre Tanzausbildung erhält sie in Paris und New York. Ihre wichtigsten LehrerInnen: Cristina Caprioli, Sônia Mota, Peter Goss, Elio Pomare; Schauspiel: Walter Lott (method acting)

1982 gründet sie das Kollektiv Vorgänge, das 1986 den damals international begehrtesten Choreographiepreis von Bagnolet gewinnt (ex equo mit Saburo Teshigawara).

Editta Braun kreiiert seit 1989 ihre eigenen unverwechselbaren Tanzstücke, die durchwegs einem expressiven, theatralen Stil verpfichtet sind , Humor und Pathos stehen oft dicht beieinander, immer auch verwoben mit einem entschieden gesellschaftskritischen Engagement.

Dem engerwerdenden Maschennetz des systemischen Sachzwangs, setzt  sie die Konfrontation mit den Produktionsbedingungen der sogenannten 'Dritten Welt' entgegen. Durch viele künstlerische Produktionen in Indien, Uzbekistan, Ägypten oder im Senegal macht sie nicht nur Erfahrungen im realen 'Draußen' - sondern holt diese Erfahrungen herein in unseren zunehmend hermetischen Gesellschaftsraum.

Sie ist in Europa, in Afrika und Asien bei renommierten Festivals zu Gast.

Charakteristisch sind Editta Brauns enge Zusammenarbeit mit Komponisten und Live-Musikern sowie Künstlern außerhalb Österreichs. Seit 1996 ist die Entstehung ihrer Stücke eng mit der Musik des Komponisten und Musikers Thierry Zaboitzeff verbunden.

Photo: Bettina Frenzel